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Zwischen Ideal und Empirie

Proportionen und Wahrnehmung in Architektur und Städtebau»

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Kaum ein Artikel über ein neues Gebäude, der nicht dessen Proportionen lobt oder tadelt. Was aber ist damit gemeint? Sprechen wir hier von einem System von Maßen und Verhältnissen, das objektiv anwendbar und überprüfbar ist, oder von einem Gefühl, das subjektiv und persönlich bleibt? Und ist dies, im Sinne eines Ideals, universell oder veränderlich und anpassbar? Und kann man heute dessen Wirkung messen?

Im Rahmen einer Tagung mit Architekturhistorikern, Wissenschaftlern und praktizierenden Architekten wollen wir diese Fragen verfolgen. Dass wir uns mit einem Thema wie Proportionen auseinandersetzen, mag anachronistisch anmuten, nicht zuletzt weil es im Zeichen einer möglichen Regelhaftigkeit steht, die immer wieder sowohl von den Architekten wie von der Wissenschaft infrage gestellt wurde. Dennoch fasziniert das Thema bis heute, und es ermöglicht, das Wesen der Architektur – zwischen Ideal und Empirie, zwischen Regelhaftigkeit und Talent sowie zwischen Wirkung und Wahrnehmung – zu befragen. Der Begriff „Proportionen“ soll dabei bewusst unscharf bleiben: zwischen Regeln, Maßsystemen, geometrischen Grundformen oder einfachen Relationen.

Datum

Von: 12. November 2016, 09:00 Uhr
Bis: 12. November 2016, 18:00 Uhr

Ort

Stadthaus Winterthur
Stadthausstrasse 4a
8400 Winterthur